„… und werde Dich immer lieben! Dein Stjopa“

Szenische Lesung sowjetischer Feldpostbriefe mit dem Literaturtheater Dresden und dem Chor „Slavica“ anlässlich des 80. Jahrestages des Angriffes auf die Sowjetunion

Am 22. Juni 1941 fiel die deutsche Wehrmacht trotz Nichtangriffs- und Freundschaftspakt zwischen den Diktatoren Hitler und Stalin in der Sowjetunion ein. Auf das sogenannte „Unternehmen Barbarossa“ folgte im Osten ein rassistisch motivierter Weltanschauungskrieg. Dies war verbunden mit völkerrechtswidrigen Befehlen wie dem „Kommissarerlass“, der Einrichtung von „Hungerzonen“ für die Zivilbevölkerung und einer rücksichtslosen Partisanenbekämpfung. Nur unter großen personellen und materiellen Opfern gelang es der Sowjetunion den Gegner 1945 endgültig niederzuwerfen.

An dieses dunkelste Kapitel des deutsch-russischen Geschichte wollen wir mit unserer Veranstaltung erinnern. Dazu werden Passagen aus erst 2017 aufgefundenen und veröffentlichten Feldpostbriefen des Soldaten Stepan Dmitrijewitsch Lesjukow (1912-1944) an Ljudmila Fjodorowna Mjasnikowa (1925-2017) durch Markward Herbert Fischer vom Literaturtheater Dresden vorgetragen. Der Dresdner Chor „Slavica“ unter Leitung von Yewgeni Pankow umrahmt die Lesung musikalisch. Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch vertritt die Landeshauptstadt Dresden bei der Veranstaltung.

Aufgrund der aktuellen infektionsschutzrechtlichen Rahmenbedingungen wird um vorherige Anmeldung unter der Mailadresse garnisonfriedhof.dresden@googlemail.com gebeten.

Dienstag, 22. Juni 2021, 16 Uhr, Sowjetischer Garnisonfriedhof Dresden, Marienallee, 01099 Dresden

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Aus der Albertstadt nach Stalingrad. Dresden und das Unternehmen Barbarossa: Erinnern, Gedenken, Gestalten“. Sie ist ein Kooperationsprojekt von Denk Mal Fort! e.V. – Die Erinnerungswerkstatt Dresden und der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain.

Die Reihe wird durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Dresden im Rahmen der kommunalen Kulturförderung auf Grundlage des vom Stadtrat beschlossenen Doppelhaushaltes 2021/22 gefördert.