„Selten hat wohl eine Kirche so viel Blut gesehen“

Aus den Lebensblättern des Dr. med. Karl Heinrich Needon, Königlich Sächsischer Oberstabsarzt im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71)

Ein Hörspiel zum Zuschauen

Zehn Jahre hat der Chirurg Karl Heinrich Needon (1825–1896) über sein Erleben der Schlacht um Gravelotte geschwiegen – warum, können wir ahnen, wenn wir seine Erinnerungen an den „70er Krieg“, die er 1880 niederschrieb, studieren:

„Ich bin der Wahrheit allenthalben treu geblieben, habe mir keine Ausschmückung erlaubt, ja, in manchen Episoden bin ich eher kürzer als länger gewesen. Auch wollte ich durch spezielleres Darstellen mancher Erlebnisse, wie sie Kriege gewiss für jeden einzelnen bieten, nicht ermüdend oder langweilig werden. Aber es war an der Zeit, alles aufzuschreiben.“

Kirche Sainte Marie aux Chênes

Mit Zitaten von

Napoleon III., Wilhelm I., Bismarck, Moltke, Albert von Sachsen sowie W. Busch, Engels, Fontane, selbst Goethe, Heine, Marx, Nietzsche u. v. a.

Musik von

Bizet, Crüger, Schumann

Ein Projekt des Literaturtheaters Dresden (2021)

Markward Herbert Fischer · Robby Langer · Moritz Töpfer

Mittwoch, 21. Juli 2021, 19 Uhr

Haus der Kathedrale, Schloßstraße 24, 01067 Dresden

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Als aus Sachsen Deutsche wurden – 150 Jahre Deutsch-Französischer Krieg: Ereignis, Bedeutung, Nachwirkung“. Sie ist ein Kooperationsprojekt von Denk Mal Fort! e.V. – Die Erinnerungswerkstatt Dresden und der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen.

Die Reihe wird durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Dresden im Rahmen der kommunalen Kulturförderung auf Grundlage des vom Stadtrat beschlossenen Doppelhaushaltes 2021/22 gefördert.